23. März 2018

Fr 23:00

BÜHNE

Halle

Land

FR

Eintritt

mit Ticket

Denkt man an Asche, dann denkt man an Tod und Zerstörung. Auf den ersten Blick mag es daher kontraintuitiv erscheinen, dass in den Songs von Ibeyi Asche als etwas Hoffnungsvolles erscheint. Aber nur auf den ersten Blick: Denn die Band drückt auf ihrem zweiten Album «Ash» einerseits das Gefühl des Tiefpunkts nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump aus, andererseits setzt sie auch ein Zeichen gegen Verzweiflung und Diskriminierung. Im Song «No Man Is Big Enough For My Arms» binden die französisch-kubanischen Zwillingsschwestern Lisa-Kaindé und Naomi Díaz einen Satz aus einer Rede von Michelle Obama als Sample ein. In «Deathless» beschreibt Lisa-Kaindé ihre eigene Erfahrung mit Rassismus und Gewalt. Die Songs sind keine Klagen, sondern Hymnen für Toleranz. Ibeyi verbinden Kulturen und Generationen: Rituelle Gesänge treffen auf Samples und Synthies sowie Vocals, die an Björk oder Fever Ray erinnern. Das Besondere: Zwischen den englischen und spanischen Texten lassen sich immer wieder Zeilen auf Yoruba finden, eine nigerianische Sprache, die in Teilen Kubas gesprochen wird. Hypnotisch.