Lynnée Denise arbeitet international zu Klang, Sprache und den Theorien des Black Atlantic. Aus Los Angeles stammend, lebt die Autorin und interdisziplinäre Künstlerin heute in Amsterdam sowie Johannesburg. Geprägt von der elterlichen Plattensammlung und klanglichen Experimenten der 1980er-Jahre, untersucht ihre Arbeit die Migration von Musik und die Rolle schwarzer elektronischer Traditionen in der afrikanischen Diaspora.
2013 prägte Lynnée Denise den Begriff «DJ Scholarship», um die theoretische Produktion von Wissen durch Musik zu beschreiben, und verschob damit die Rolle der DJ von der reinen Party-Unterhalterin hin zur Archivarin und Kulturarbeiterin. Als Doktorandin am Goldsmiths, University of London, erforscht sie, wie Sound-System-Kultur ein lebendiges Archiv für die Black Queer Diaspora schafft.